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AdvoNeo Ratgeber » Studien & Überschuldung » Finanzkrise bei Privathaushalten angekommen





Finanzkrise bei Privathaushalten angekommen

Der iff-Schuldenreport für das Jahr 2010 belegt, dass die weltweite Finanzkrise sich auch auf die Einkommens- und Schuldensituation der bundesdeutschen Privathaushalte ausgewirkt hat.

Als Hauptgründe für die Überschuldung sind mit einem Anteil von mehr als 40% werden Arbeitslosigkeit und gescheiterte Selbständigkeit ausgewiesen. Besonders bei jungen Menschen im Alter von 18-25 Jahren (22,4%) ist aber auch ein eher selbstverschuldetes Verhalten durch übermäßigen, nicht angepassten Konsum feststellbar. Dieses Fehlverhalten verringert sich deutlich mit fortschreitendem Alter und wachsender Lebenserfahrung auf einen Anteil von ca. 10% als Hauptüberschuldungsgrund.

Von einer kritischen Schuldensituation betroffene Haushalte versuchen viele (48,3%), durch Einsparungen bei den Ausgaben gegenzusteuern. Aus praktischer Erfahrung mit unseren Mandanten wissen wir, dass die Einsparmöglichkeiten im täglichen Leben aber durchaus begrenzt sind, besonders dann, wenn das Haushaltseinkommen insgesamt keine "großen Sprünge" erlaubt.

Daher versucht der Großteil (55,9%) der Haushalte auch, Ratenzahlungsvereinbarungen oder Stundungen zu erreichen, wobei diese Maßnahmen im Grundsatz nur bedingt wirken, denn eine Entschuldung wird faktisch nicht erreicht. Für die Überbrückung eines vorübergehenden Haushalts-Engpasses kann es aber natürlich hilfreich und auch sinnvoll sein.

Besonders alarmierend ist hingegen die prozentuelle Anzahl an Haushalten, die sich faktisch noch mehr verschulden (39,3%) um alte Schulden abzulösen, oder die sich kurzfristig mit neuen Krediten über den Weg der Umschuldung einen weiteren finanziellen Freiraum erkaufen wollen. Gerade diese Personengruppen laufen Gefahr, noch tiefer in die Schuldenfalle zu geraten.

Schließlich versuchen die betroffenen Menschen natürlich auch, auf der Einnahmenseite eine Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Situation zu erreichen. So veräußern viele Schuldner verbliebene Vermögensgegenstände (26,9%) oder versuchen, sich durch zusätzliche Arbeit (z.B. Überstunden und Nebenjobs) mehr Geld hinzu zu verdienen.



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KATEGORIE    

Studien, Überschuldung

AKTUALISIERT

9. November 2017