FB Pixel
Ausfüllen Pfeil Abschicken Pfeil Fertig
Der schnelle Weg. Füllen Sie folgendes Formular aus, damit wir Ihnen helfen können.
Falls Sie Hilfe oder Erklärung benötigen, erreichen Sie uns während der Gesprächszeiten unter 040 / 23 88 10 10.

*
*
*
*
*
*
*
AdvoNeo Ratgeber » Schuldenfallen & Tipps » Muss man seine Schulden vererben?





Muss man seine Schulden vererben?

muss man schulden vererben finger

In den letzten Jahren hat die Alters­armut zugenommen. Für immer mehr Menschen reicht die Rente nicht zum Leben. Auch unvorher­gesehene Schicksals­schläge können der Auslöser dafür sein, dass nicht genügend Einkünfte erzielt werden, um die Ausgaben zu decken.

Meist kommt bei Überschuldung irgend­wann die Frage auf: Muss man seine Schulden vererben oder kann man seine Kinder oder andere Erben vor dem Schulden­berg bewahren?


Schulden vererben vermeiden

muss man schulden vererben tisch notar

Es gibt durch den soge­nannten Erb­verzicht die Möglichkeit, zu Leb­zeiten des Ver­erbenden (rechtlich wird dieser Erb­lasser genannt) mit berech­tigten Erben eine Verein­barung zu treffen, dass auf das Erbe verzichtet wird - von Rechts wegen werden diese im Erb­fall dann so behandelt, als würden sie zu diesem Zeit­punkt nicht leben. Ein solcher Erb­verzicht muss jedoch notariell beur­kundet werden, um gültig zu sein.

Ist der Erblasser verstorben und besteht kein oder nur ein ungültiges Testament, tritt die gesetzliche Erb­folge des BGB (Bürger­liches Gesetz­buch) in Kraft. Grundsätzlich kann innerhalb von 6 Wochen ein Erbe ausge­schlagen werden. Das ist in den meisten Fällen zu empfehlen, wenn es sich um einen Fall handelt, wo die Schulden wesentlich höher sind als das Vermögen. Der erste in der Erb­folge (in der Regel Ehe- oder Lebens­partner oder Kinder des Ver­storbenen) kann innerhalb von 6 Wochen persönlich beim Erb­gericht oder über einen Notar das Erbe aus­schlagen. Dies ist mit Kosten verbunden (je nach Höhe der Verbindlich­keiten um die 20 Euro).

Wurde das Erbe ausge­schlagen, wird es an den Nächst­berufenen in der Erb­folge weiter­gegeben. Haben Eltern beispiels­weise ein Erbe ausge­schlagen, kann dieses an deren Kinder weiter­gegeben werden. Auch sie müssen das Erbe ein weiteres Mal aus­schlagen, damit sie die Schulden nicht erben. Wird das Erbe von allen Erbbe­rechtigten ausgeschlagen, bekommt es der Staat.

Kann Schulden vererben auch sinnvoll sein?

In der Regel möchte niemand seine Schulden vererben. In manchen Fällen, kann dies jedoch Sinn machen. Ein Beispiel ist die Immobilien­finanzierung, die auch über mehrere Generationen hinweg funktionieren kann. Werden lediglich die Immobilien­schulden an die Erben weiter­gegeben, sodass diese den Kredit weiter abbe­zahlen, kann es durchaus Sinn machen, das Erbe trotz Schulden anzu­nehmen. Je nachdem, wie hoch der Restbetrag der Immbolien­finan­zierung ist und ob eine Rate für die Erben mit deren Einnahmen zahlbar ist.

Vorbeugen: Gegen Schulden vorgehen

Es ist zwar leichter gesagt als getan und mag hart klingen, aber wer früh genug handelt, kann durch professionelle Hilfe seine Schulden loswerden, bevor es zu spät ist. Dann ist die Last genommen, die eigenen Schulden vererben zu müssen. Stattdessen können zum Beispiel Gegen­stände von senti­mentalem Wert vererbt werden. Das wäre sonst nur über Umwege (z.B. Schenkung) möglich - aber diese muss man kennen, um sie rechts­gültig anwenden zu können. Ist das Erbe einmal ausge­schlagen, hat man auch keinen Anspruch mehr auf den Pflicht­teil.



Autor

AUTOR

KATEGORIE    

Schuldenfallen, Tipps

AKTUALISIERT

4. April 2017