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AdvoNeo Ratgeber » Pfändung & Tipps » P-Konto eröffnen – So klappt es





P-Konto eröffnen – So klappt es

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Das Pfändungsschutzkonto (P-Konto) schützt Ihre Einnahmen bis zum sogenannten Sockel­frei­betrag vor Pfändungen Ihrer Gläubiger. Dies ist enorm wichtig. Denn haben Sie kein neues P-Konto einge­richtet oder ihr aktuelles Konto nicht in ein P-Konto umgewandelt, können Ihre Gläubiger ihr gesamtes Guthaben pfänden, sodass Ihnen nichts mehr zum Leben bleibt.

Detaillierte Informationen lesen Sie auf unserer Seite zum Pfändungs­schutzkonto.

Ein P-Konto eröffnen

Genau genommen kann man ein P-Konto nicht eröffnen. Statt­dessen wird ein Guthaben­konto in ein Pfändungs­schutz­konto umge­wandelt. Wer im übertragenden Sinn ein P-Konto eröffnen möchte, muss demnach folgendes tun:

Nummer 1

Gehen Sie zu einer Bank und lassen Sie sich ein Konto auf Guthabenbasis einrichten.


Nummer 2

Kurze Zeit später lassen Sie das neue Girokonto in ein P-Konto umwandeln (dies muss kostenfrei von der Bank durchgeführt werden).

Es müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein, damit Sie die Umwandlung in ein P-Konto für den Pfändungs­schutz durchführen können:

  • Sie haben bisher noch kein P-Konto (jede Person darf nur ein Pfändungs­schutz­konto haben)
  • Es handeln sich nicht um ein Gemeinschafts­konto (Eheleute-Konto).
  • Das Konto muss als Guthaben­konto geführt werden (es darf kein Dispositions­kredit eingeräumt sein).
Nummer 3

Teilen Sie Ihrem Arbeitgeber oder anderer Einnahme­quelle mit, dass sich Ihre Bank­ver­bindung geändert hat, auf die Ihr Einkommen eingezahlt werden soll.


Richten Sie ein Guthaben­konto bei einer neuen Bank ein, bei der Sie noch kein Konto haben und wandeln Sie dieses anschließend in ein P-Konto um. Wenn Sie Ihr Gehalt dann hierauf laufen lassen, ist eine Pfändung für Ihre Gläubiger schwerer, da diese die neue Bank­verbindung nicht kennen.

Die Hürde ein Konto zu bekommen

Es ist Pflicht, dass jeder in Deutschland ein Guthabenkonto von einer Bank bekommen muss. Bedenken Sie aber, dass Sie in der Regel bereits ein Girokonto bei einer anderen Bank besitzen. In dem Fall sind die Banken nicht ver­pflichtet, Ihnen ein weiteres neues Konto einzu­richten.

Geben Sie nicht auf, wenn die erste Bank ihnen das Einrichten eines Guthabenkontos verweigert hat. Es braucht zwar etwas Durchhalte­vermögen, aber unserer Erfahrung nach ist es spätestens die zweite oder dritte Bank, die Ihnen zunächst ein Konto auf Guthaben­basis eröffnet, das sie anschließend in ein P-Konto umwandeln können.

Ist beim P-Konto die Bank egal?

Ja. Bedenken Sie jedoch bei der Wahl der Bank, bei der Sie ihr P-Konto eröffnen wollen, dass Sie eventuell Konto­führungs­gebühren zahlen müssen. Denn auch wenn Ihr Konto dann als ein Pfändungs­schutz­konto geführt wird, die zuvor fälligen Gebühren bleiben gleich - sie dürfen sich aber auch nicht aufgrund des P-Kontos erhöhen.

Zudem ist es in der Regel leichter, ein neues Girokonto bei den größeren Banken zu eröffnen und auch das Umwandeln zum P-Konto ist gegebenen­falls leichter, da diese mehr Erfahrung damit haben und die Mitarbeiter meistens bereits zum Vorgehen für den Pfändungs­schutz geschult oder informiert wurden.

Sie wissen nicht, bei welcher Bank Sie das P-Konto eröffnen sollen? Vielleicht hilft Ihnen die Liste mit Banken in Deutschland der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht).

Oder schauen Sie bei "Google Maps" nach Banken in ihrer Nähe:  Google Maps Logo Offiziell

P-Konto eröffnen wenn bereits eine Kontopfändung durchgeführt wird?

Ja, Sie können ein P-Konto eröffnen, wenn bereits ein Gläubiger eine Kontopfändung ausgebracht hat. Dafür müssen die Voraussetzungen für ein Pfändungsschutzkonto (siehe oben) erfüllt sein. Für die Einrichtung bei laufender Konto­pfändung haben Sie zwei Wochen Zeit. In dieser Zeit "friert" die Bank das Girokonto bei einer Pfändung ein, so dass Sie keine Verfügungen über das Guthaben treffen können, der Gläubiger bekommt aber ebenfalls kein Geld.



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KATEGORIE    

Pfändung, Tipps

AKTUALISIERT

4. April 2017