FB Pixel
Ausfüllen Pfeil Abschicken Pfeil Fertig
Der schnelle Weg. Füllen Sie folgendes Formular aus, damit wir Ihnen helfen können.
Falls Sie Hilfe oder Erklärung benötigen, erreichen Sie uns während der Gesprächszeiten unter 040 / 23 88 10 10.

*
*
*
*
*
*
*
AdvoNeo Ratgeber » Schuldnerberatung & Tipps » Schulden vor der Ehe





Schulden vor der Ehe

Schulden vor der Ehe

Jetzt zur Sommerzeit läuten die Heiratsglocken immer öfter. Vor dem Gang zum Standesamt müssen sich zukünftige Ehepartner mit einigen Fragen beschäftigen. Ist die gesetzliche Zugewinn­gemeinschaft das Richtige oder fällt die Entscheidung doch eher zugunsten der Gütertrennung? Was passiert mit den Schulden vor der Ehe? Werden diese nach Eheschließung zu gemeinsamen Schulden? Immerhin heißt es bekanntlich "in guten wie in schlechten Zeiten".


Schulden vor der Ehe - Wer haftet?

Derjenige, der die Schulden vor der Ehe gemacht hat. Dies sind alleinige Schulden. Sie gehen nicht automatisch bei Eheschließung auf den Partner über - egal ob Zugewinngemeinschaft oder Gütertrennung.

Bringt Ihr Partner zum Beispiel Schulden durch einen Kredit mit in die Ehe, muss er allein dafür haften. Die Bank hat weiterhin nur den einen Partner als Schuldner. Möchte die Bank zum Beispiel durch Kontopfändung ihre Forderung einholen, kann dies lediglich auf dem Konto des Schuldners geschehen. Das Konto des Ehepartners kann die Bank nicht pfänden. Voraussetzung ist, dass jeder Ehepartner ein eigenes Konto besitzt.

Dies gilt auch für die Privatinsolvenz. Sie gilt für denjenigen, der sie beantragt hat.

Nur weil man verheiratet ist, haftet man nicht automatisch für die Verbindlichkeiten des anderen. Entgegen der Auffassung vieler heißt es also meistens bei Schulden vor der Ehe eben nicht "mitgefangen, mitgehangen".

Zugewinngemeinschaft und Gütertrennung

Wird kein Ehevertrag geschlossen, greift die gesetzliche Regelung der Zugewinngemeinschaft. Dies ist der Regelfall. Hierbei wird das Anfangsvermögen (oder die Anfangsschulden) festgehalten und während er Ehe gehört dem jeweiligen Ehepartner das entsprechende Vermögen oder haftet er für die entsprechenden Schulden. Sollte es zu einer Scheidung kommen, wird dann das während der Ehe erwirtschaftete Vermögen zwischen den Eheleuten aufgeteilt. Die Formel hierfür ist simpel: Zugewinn = Endvermögen - Anfangsvermögen.

Die Gütertrennung kann in einem Ehevertrag festgehalten werden. Hier wird eine strikte Trennung auch bei Scheidung vorgenommen. Lediglich bei gemeinsam während der Ehe unterschriebenen Verträgen oder einer Bürgschaft haftet der Ehepartner. In keinem Fall jedoch für Schulden vor der Ehe.

Gütergemeinschaft

Bei einer Gütergemeinschaft haften beide Ehepartner für die Schulden des anderen, unabhängig davon, wer diese gemacht hat. Auch für Schulden vor der Ehe haftet der Ehepartner solange, bis die Gütergemeinschaft auseinandergesetzt ist.

Ausnahmen

Die Führung eines gemeinsamen Kontos kann im Alltag praktisch sein, ist jedoch im Falle der Verschuldung ungünstig. Ist das Konto im Minus, haften beide Ehepartner - egal wer für die Schulden verantwortlich ist.

Passen Sie auch während der Ehe auf. Bei Krediten versuchen viele Banken, den Ehepartner zum Bürgen zu machen, obwohl dies nicht nötig ist. Besonders bei Selbstständigkeit sollte der Ehepartner seine Unterschrift nicht mit auf den Vertrag setzen. Während der Ehe sind auch Steuerschulden von beiden Eheleuten zu begleichen.



Autor

AUTOR

KATEGORIE    

Schuldnerberatung, Tipps

AKTUALISIERT

4. April 2017