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AdvoNeo Ratgeber » Studien & Überschuldung » Schuldneratlas 2017: Überschuldung in der Mittelschicht





Schuldneratlas 2017: Überschuldung in der Mittelschicht

Der Schuldneratlas 2017 verzeichnet trotz aktuell guter Wirtschafts­lage einen weiteren Anstieg der Überschuldungs­fälle in Deutschland. Dieses Jahr ist der Anstieg der Frauen, die lang­fristig zahlungs­gestört sind, besonders auffällig. Aber auch die Mittel­schicht trifft die finanzielle Abwärts­spirale immer mehr.

Entwicklung der Überschuldung

Schuldneratlas 2017 Creditreform Karte mit Schuldnerquote Bundesländer

Die Entwicklung der letzten Jahre setzt sich fort - wenn auch nicht ganz so stark. Die Überschuldungs­fälle sind gestiegen, jedoch ist die Überschuldungs­quote insgesamt leicht gesunken (von 10,06 % auf nun 10,04 %). Dies liegt an der Zunahme der Bevölkerungszahl.

Weiterhin stark problematisch ist die Zunahme der Alters­überschuldung. Dies läge auch an mangelnder Alters­vorsorge.

Bei der Verteilung der Schuldner mit lang­fristigen Zahlungs­problemen auf die Bundes­länder gab kaum Veränderungen.

Bei den Landes­haupt­städten ist noch immer Mainz auf Platz 1 mit der niedrigsten Schuldner­quote und Wiesbaden ist weiterhin Schluss­licht.

Gründe vor die Überschuldung

Es ist laut Creditreform zu erkennen, dass zunehmend Krankheit, Unfall, Sucht oder unwirtschaft­liche Haushalts­führung für eine lang anhaltende finanzielle Schieflage sorgen. Arbeitslosigkeit oder die gescheiterte Selbstständigkeit stehen dennoch noch oben auf der Liste.

Als Gründe nennt der Schuldneratlas 2017, dass durch die sich erhöhende Arbeits­intensität (mehr Leistung in weniger Stunden) die Fälle von Krankheit und Sucht ansteigen. Aber auch das unwirt­schaftliche Konsum­verhalten in Haus­halten steigt in Zeiten von Online-Shops, Finanzierung und Raten­zahlung an.

Aussichten für das nächste Jahr

Creditreform prognostiziert im Schuldneratlas 2017, dass der Trend der letzten Jahre sich auch für das nächste Jahr fort­setzen wird. Insbesondere könnte es weiter erhöhte Konsum­verschuldung geben.

Der vollständige Bericht zum Schuldneratlas 2017 von Creditreform kann hier angesehen werden: Schuldneratlas 2017 als PDF.

Bericht Schuldneratlas 2016: Mehr Überschuldung vor allem bei Rentnern

Im jährlichen SchuldnerAtlas analysiert die Creditreform mit Unterstützung ihrer Partner auch für 2016 die Überschuldungs­situation in Deutschland. Ein klares Fazit: Die Überschuldung nimmt zu. Vor allem die Extremfälle und Überschuldung im Alter sind gestiegen.

Ergebnisse Schuldneratlas 2016

Die Prognose der letzten Untersuchung der Creditreform, dass die Überschuldung in Deutschland weiter ansteigen würde, wurde bestätigt. Und zwar stärker, als angenommen.

Wie im Jahr zuvor als eines der größten Probleme bezeichnet, steigt die Zahl verschuldete Renter weiter an. Insbesondere die Fälle, in denen eine sehr starke Überschuldung im Alter vorliege, seien im Jahr 2016 deutlich mehr geworden.

Ebenfalls angestiegen ist die Zahl überschuldeter Frauen. Zwar sind es noch immer mehr Männer, denen ihre Finanzen aus verschiedenen Gründen über den Kopf wachsen - trotzdem haben die Frauen im Jahr 2016 aufgeholt - nicht im positiven Sinne.

Bei den Gründen für die Überschuldungssituation sind noch immer Arbeits­losigkeit gefolgt von Trennung, Scheidung, Tod und hiernach Erkrankung, Sucht und Unfall die drei Haupt­ursachen der finanziellen Schieflage. Erst dann kommt die unwirt­schaftliche Haushalts­führung und die gescheiterte Selbst­ständigkeit.

Entwicklung und Prognose des Schuldneratlas

SchuldnerAtlas 2016 Schuldnerquote Bundesländer Karte

Die eher schwachen Bundesländer wie Bremen und Berlin verzeichneten 2016 einen Rückgang der Überschuldung. Strarke Bundesländer wie Bayern und Baden-Württemberg hingeben haben im selben Jahr mehr Verbraucher mit zu hohen Schulden im Verhältnis zu ihrem Einkommen zu verzeichnen.

Insgesamt zieht die Creditreform aus Ihrem SchuldnerAtlas 2016 das Fazit, dass uns auch in Zukunft ein Anstieg überschuldeter Verbraucher begleiten wird. In dem Bericht wird sogar davon gesprochen, dass die "Überschuldungsampel auf dunkelrot" wechsle.

Den detaillierten Bericht mit weiteren Informationen wie zum Beispiel den Unterschieden von Ost und West oder nach Kreisstädten finden Sie auf der Webseite der Creditreform. Für den Bericht als PDF scrollen Sie auf der Seite ganz nach unten.

Zum Vergleich mit dem Vorjahr können Sie auch das PDF des SchuldnerAtlas 2015 öffnen.

Den Beitrag zum Schuldneratlas 2014 mit Grafik zu den Schuldenquoten in Deutschland finden Sie ebenfalls in unserem Schulden Blog.

Bericht zum Schuldneratlas 2015

Zum Vergleich können Sie nachfolgend den Bericht zum Schuldneratlas 2015 vom 26. November 2015 lesen:

Das Thema Überschuldung wird aktuell in den Medien oft thematisiert. Die Welt mit mehreren Artikeln, der NDR mit einer Themenwoche Schuldnerberatung aber auch RTL mit "Raus aus den Schulden" bestätigen durch ihre Bericht­erstattung, dass das Interesse am Thema steigt. Insbesondere jetzt, wo die Veröffentlichung des SchuldnerAtlas 2015 der Creditreform einen weiteren Anstieg der Überschuldung aufzeigt.

Ergebnisse Schuldneratlas 2015

Wie in den Jahren zuvor auch, beschreibt der Schuldneratlas 2015 stabile und günstige Rahmen­bedingungen. Der Arbeits­markt sei entspannter als im Vorjahr. Durch die positiven Rahmen­bedingungen seien die Verbraucher in Konsum­laune. Dementgegen sorgte der Ukraine Konflikt und die Flüchtings­krise für ein erhöhtes Spar­bewusstsein. Vielleicht ist deswegen der Anstieg der Überschuldung nicht so stark ausgefallen, wie im vorherigen Schuldneratlas 2014 befürchtet wurde.

Den Beitrag zum Schuldneratlas 2014 mit Grafik zu den Schuldenquoten in Deutschland finden Sie ebenfalls in unserem Schulden Blog.

Zu einem größeren Problem wächst die Überschuldung bei Rentern. Diese ist zwar meist nicht so drastisch wie bei den 18 bis 65-Jährigen, hat aber im Vergleich zum Vorjahr bei den über 70-Jährigen um knapp 35 % zugenommen. Die Rente reicht oft nicht aus und da die wenigsten Deutschen sich um Altersvorsorge kümmern, steigt die Altersarmut stark an. Die Scham, eine Schuldnerberatung aufzusuchen, ist besonders bei älteren Menschen groß. Eine Publikation der Bundes­arbeits­gemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO) mit dem Titel "Schuldenfrei im Alter" soll Hilfestellung geben. Die Zahl der jungen Menschen mit Zahlungs­störungen sank hingegen gering im Vergleich zum Vorjahr.

Entwicklung und Prognose des Schuldneratlas

SchuldnerAtlas 2015 Schuldnerquote Bundesländer

Die aktuelle Schuldnerquote von 9,92 % ist die höchste seit der Wirtschafts- und Finanzkrise der Jahre 2007 und 2008. Und für die Zukunft wird ein weiterer Anstieg der überschuldeten Verbraucher erwartet. Wie zuvor auch, sollen die extremen Fälle weiter zunehmen und die Fälle geringer Zahlungs­unfähigkeit abnehmen.

Insgesamt gab es keine Überraschungen im Schuldneratlas 2015. Trotz starkem Anstieg der Schuldner­quote bleiben Bayern (7,12 % Schuldnerquote) und Baden-Württemberg (8,09 % Schuldnerquote) die positiven Spitzen­reiter mit den wenigsten Schuldnern in Deutschland. Schlusslicht ist weiterhin Bremen (14,08 % Schuldnerquote).



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KATEGORIE    

Studien, Überschuldung

AKTUALISIERT

20. November 2017