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AdvoNeo Ratgeber » Schuldnerberatung » Schuldnerberatungen in Deutschland





Schuldnerberatungen in Deutschland

In Deutsch­land bietet praktisch jede Stadt bzw. jede kommunale Region eine öffentliche Schuldner­beratung an. Diese öffentlichen Beratungs­stellen sind die erste Adresse für Menschen, die ihre persönliche finanzielle Situation nicht mehr über­blicken und vor der Zahlungs­unfähigkeit stehen.

Eine private Überschuldung trifft zunehmend mehr Menschen. Je nach Quelle und Statistik (z.B. Schuldneratlas oder Überschuldungsreport) befinden sich über 6 Millionen Verbraucher in aktuten Zahlungs­schwierigkeiten; eine ebenso große Zahl dürfte zumindest teilweise über­schuldet und ohne finanzielle Rück­lagen grund­sätzlich insolvenz­bedroht sein, falls die eigene Einkommens­situation sich nicht nachhaltig verbessert. Diese große Anzahl, die bei ca. 60 Millionen erwachsenen Einwohnern der Bundes­republik Deutschland immerhin einen Anteil von rund 20% ausmacht, sorgt für stark an­wachsendes Arbeits­aufkommen bei den öffentlichen und staatlichen Schuldner­beratungen. Da auch die öffent­lichen Haushalte selbst zum Sparen gezwungen sind und daher zu wenig Personal zur Verfügung steht, müssen die Betroffenen oft mit sehr große Warte­zeiten und in vereinzelten Fällen auch mit Aufnahme­stopps rechnen.

Überlastung öffentlicher Beratungs­stellen

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Diese Überlastung der öffent­lichen Stellen ist angesichts der sehr zeit­kritischen Probleme insolvenz­bedrohter Bürger mittlerweile eine erhebliches Problem. Hinzu kommen falsche Vor­stellungen der Menschen, die durch TV-Formate wie "Raus aus den Schulden" bzw. Fernseh-Berater wie Peter Zwegat den Eindruck erhalten, dass öffent­liche Schuldner­berater sie kostenlos zu Hause persönlich aufsuchen würden und mit individuellem Einsatz für Wege aus ihrer Schulden­falle kämpfen.

Die Realität sieht hingegen oft ganz anders aus. Schuldner müssen sich selbst bewegen und aktiv werden. Sie erhalten ggf. beratende Unter­stützung vor Ort in den Beratungs­stellen inklusive erster Hilfe und Form­briefen für den formalen Schrift­verkehr mit den Gläubigern; eine umfassend individuelle, laufende Begleitung und vor allem eine sofortige Bearbeitung der Fälle ist den öffent­lichen Stellen immer weniger möglich.

Aus der täglichen Praxis liegen uns Schreiben von Mandanten vor, in denen öffentliche Stellen auf Warte­zeiten von über 12 Monaten verweisen. Da Schuldner häufig die anwachsenden finanziellen Probleme ver­drängen, ist der Faktor Zeit aber für eine erfolg­reich verlaufende Schulden­regulierung und tragfähige Insolvenz­vermeidung mit entscheidend.

Vorsicht: Schuldnerberatungen bieten unterschiedliche Leistungen

Für Schuldner, deren voraus­sichtliches Einkommen auch länger­fristig unter den jeweiligen Pfändungs­grenzen liegt, bleibt meistens kein anderer Weg als die Eröffnung eines Verbraucher­insolvenz­verfahrens. Entsprechend notwendige Bescheinigungen darf nur ein zugelassener Rechts­anwalt, Steuer­berater oder eine öffentlich anerkannte Schuldner­beratungs­stelle ausstellen.

In diesem Zusammen­hang wird immer wieder vor unseriösen Schuldner­beratungen gewarnt. Tatsächlich bietet unzählige Berater in diesem Feld gewerblich ihre Dienste an. Der Begriff "Schuldner­berater" ist zudem nicht beruflich geschützt, so dass sich im Prinzip jeder so nennen darf. Das Bundes­ministerium der Justiz rät zu einer Beauftragung eines solchen Beraters aber überhaupt nur dann, wenn er in seiner Region auch als sogenannte "anerkannte Stelle" geführt wird und ent­sprechend autorisiert ist. Alle anderen gewerb­lichen Berater müssen am Ende selbst mit einem Rechts­anwalt oder Steuer­berater zusammen­arbeiten, um ent­sprechende Maß­nahmen durch­führen und Bescheinigungen ausstellen zu können, was unnötige Kosten verursacht.

Besondere Vorsicht ist angebracht, wenn sogenannte "Schuldnerberater" auch mit Kredit­vermittlern zusammen­arbeiten, Umschuldungen und neue Kredite (schufafrei) anbieten und mit vorge­fertigten Bögen über Haus­besuche schnelle Lösungen versprechen.

Der direkte Weg zu einer spezialisierten Kanzlei ist da der geeignetere und sichere Weg, vor allem, wenn der Schuldner noch Einkommen über der Pfändungs­grenze erzielen kann, Immobilien erhalten und eine jahre­lange Insolvenz vermeiden will.

Anwaltliche Schuldnerberatung

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Die meisten Schuldner schrecken vor einer anwalt­lichen Schuldner­beratung zurück, da bei dieser ein Honorar gezahlt werden muss. Eine gute anwaltliche Schuldnerberatung verhandelt außergerichtlich derart mit den Gläubigern, dass trotz des Honorars durch Vergleiche eine Einsparung für den Schuldner heraus­springt. Dieser hat durch die außer­gerichtliche Einigung im Ideal­fall niedrigere Raten und eine geringere Schuldsumme zurück­zuzahlen. Seine Finanzen sind wieder im Gleich­gewicht.

Weitere Informationen finden Sie unter Entschuldung über außergerichtliche Vergleiche  .



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KATEGORIE    

Schuldnerberatung

AKTUALISIERT

4. April 2017