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AdvoNeo Ratgeber » Studien & Überschuldung » Trotz Arbeit kein Geld – iff Überschuldungs­report 2015





Trotz Arbeit kein Geld – iff Überschuldungs­report 2015

Am Montag hat das Hamburger institut für finanzdienstleistungen e.V. (iff) seinen jährlichen Überschuldungsreport unter dem Titel "Trotz boomenden Arbeitsmarktes kein Rückgang der Überschuldung" vorgestellt. Dabei stieg die Zahl der Menschen, die trotz Arbeit kein Geld für ihre regelmäßigen Ausgaben haben von 7,1 % im Vorjahr auf aktuell 10,5 %. Damit ist Einkommens­armut nach Arbeitslosigkeit der zweit­häufigste Grund für Überschuldung.

Einkommens­armut: Trotz Arbeit kein Geld

Trotz Arbeit kein Geld mit leeren Händen

Mehr Menschen stehen trotz Job mit leeren Händen da. Zwar wird mehr als zuvor einer sozial­versicherungs­pflichtigen Beschäftigung nachgegangen, jedoch kann mit dem Geld, das dabei verdient wird, der Lebens­unterhalt nicht bestritten werden. So sind Arbeit­nehmer mit zum Beispiel 500 € bis 700 € Einkommen im Monat nicht in der Lage, davon Miete, Strom, Wasser, Telefon­anbieter, Versicherungen, Lebensmittel und sonstige Ausgaben zu zahlen. Sie sind überschuldet .

Die Studie iff-Überschuldung­sreport 2015 führt an, dass es nach wie vor einen hohen Anteil an "Aufstockern" gibt, also diejenigen Beziehern von Arbeits­losen­geld II, die trotz Erwerbs­tätigkeit auf staatliche Transfer­leistungen ange­wiesen sind.

Ob der dieses Jahr im Januar eingeführte Mindest­lohn etwas daran ändern kann, dass zu viele Menschen trotz Arbeit kein Geld zum Leben haben, kann eventuell der nächste iff-Überschuldungs­report zeigen.

Es ist keine Schande trotz Arbeit kein Geld zu haben

Viele Menschen schämen sich dafür, dass ihr Einkommen nicht ausreicht um die Kosten zu decken. Dabei liegt eine Überschuldung seltener daran, dass schlecht mit Geld umgegangen wird oder über die eigenen Verhältnisse gelebt wird. Vielmehr sind es niedrige Gehälter, hohe Wohnkosten (zum Beispiel in Hamburg oder München) oder ungeplante Ver­änderungen wie die Reduzierung der Arbeitszeit und somit auch des Einkommens die die Finanzen durch­einander bringen.

Bei Überschuldung heißt es: Nicht den Kopf in den Sand stecken und hoffen, dass alles von allein wieder ins Lot kommt. Aktiv werden und handeln. Je früher, desto besser.

Ein möglicher Ausweg: Außer­gerichtliche Entschuldung

Arbeitnehmer haben eine gute Chance, dass bei recht­zeitigem Handeln eine Entschuldung durch außer­gerichtliche Einigung erfolgreich ist. Dies "geling[t] aber nur, wenn die Betroffenen sich schon sehr früh professionelle Hilfe suchen. Leider ist das viel zu selten der Fall, was auch mit dem der Überschuldung anhaftenden Stigma und Gefühl des persönlichen Scheiterns zusammenhängt." so iff-Experte Michael Knobloch im iff-Über­schuldungs­report 2015.

Die komplette Studie sowie die der Vorjahre finden Sie unter www.iff-ueberschuldungsreport.de .



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KATEGORIE    

Studien, Überschuldung

AKTUALISIERT

4. April 2017