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AdvoNeo Ratgeber » Pfändung » PfÜB Pfändungs- und Überweisungsbeschluss

PfÜB Pfändungs- und Überweisungsbeschluss

Wenn Sie einen Pfändungs- und Überweisungs­beschluss erhalten haben und nicht wirklich wissen was das für Sie bedeutet, möchten wir Ihnen mit den folgenden Zeilen einen kurzen und prägnanten Überblick über die Grundlagen und rechtlichen Folgen geben.

Wie sieht ein PfÜB aus?

PfÜB Pfändungs-und Überweisungsbeschluss Beispiel geschwärzt

Im Prinzip sieht der PfÜB aus, wie das PDF-Formular zum Antrag auf Erlass eines Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses an das Amtsgericht, das Gläubiger ausfüllen müssen:

So sieht der Antrag aus:   Download Button PDF


Sie bekommen einige Zeit nachdem das Amtsgericht dem Antrag stattgegeben hat die Kopie per Post zugeschickt.


Grundlage und Auswirkungen Pfändungs- und Über­weisungs­beschluss

Der Pfändungs- und Überweisungs­beschluss ist ein Instrument der Zwangs­voll­streckung. Bei der Zwangs­vollstreckung handelt es sich um ein Verfahren, mit dem ein Gläubiger staatliche Hilfe in Anspruch nimmt, um seine berechtigten Forderungen bei einem Schuldner mit Zwang durchzusetzen.

Grundlage dafür ist ein sogenannter Titel – dies kann etwa ein Urteil oder ein Vollstreckungs­bescheid (dem in der Regel ein unbe­antworteter Mahnbescheid voraus­gegangen ist) sein.

In der Praxis bedeutet dies, dass Geld und Güter des Schuldners so lange gepfändet werden, bis seine Schulden bei seinem Gläubiger beglichen sind. Vereinfacht gesagt: Nachdem der Gläubiger also bereits vor einer staatlichen Stelle "Recht bekommen" hat, geht es jetzt darum dieses "Recht durchzusetzen".

Wozu dient ein PfÜB und wie bekommen Gläubiger diesen?

Es gibt verschiedene Maßnahmen der Zwangs­vollstreckung. Am bekanntesten ist die Pfändung beweglicher Sachen, zum Beispiel elek­tronischer Geräte, Möbel oder Autos, die durch den Gerichts­vollzieher erfolgt (Sachpfändung).

Die Pfändung von Geld­forderungen erfolgt auf der Basis des sogenannten Pfändungs- und Überweisungs­beschlusses des Voll­streckungs­gerichts.

Den PfÜB muss der Gläubiger beim jeweiligen zuständigen Vollstreckungs­gericht beantragen. Darin ist neben Gläubiger und Schuldner auch der sogenannte Dritt­schuldner aufgeführt. Drittschuldner wird im Zwangs­voll­streckungs­recht der Schuldner einer gepfändeten Forderung bezeichnet. Der Dritt­schuldner ist also der Schuldner des Schuldners des Pfändungs­gläubigers, der die Pfändung betreibt. In der Praxis sind dies häufig Arbeit­geber oder Banken.

Was passiert nachdem man einen PfÜB bekommen hat?

Warnzeichen Achtung Hinweis

Durch den PfÜb wird der Gläubiger selbst zur Geltend­machung des gepfändeten Rechts ermächtigt. Nachdem dieser zugestellt wurde beim Dritt­schuldner, darf der Drittschuldner vereinfacht gesagt nicht mehr an den Schuldner zahlen und der Schuldner nicht mehr vom Drittschuldner fordern.

Auf diese Weise können Löhne und Gehälter, aber ebenso Konto­guthaben oder Sozial­leistungen gepfändet werden.

Es sind jedoch stets bestimmte Pfändungs­grenzen einzuhalten, die bestimmen, wie viel monatlich gepfändet werden darf. Damit soll dem Schuldner zumindest die Erhaltung eines minimalen Lebens­standards gewähr­leistet bleiben. Hier müssen unter Umständen auch bestehende Unterhalts­pflichten des Schuldners berück­sichtigt werden.

Den Pfändungsfreien Betrag in Ihrem Fall können Sie mit unserem kostenfreien Pfändungs­rechner ausrechnen.

Konsequenzen des PfÜB

Der Erhalt eines Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses bedeutet in der Regel eine ernste Situation für Sie.

Denn was höchst­wahr­scheinlich als Nächstes folgt, sind Pfändungen. Und diese können das Geld, was Sie im Monat zur Verfügung haben deutlich ein­schränken.

Gleichgewicht Balance Steine Finanzen

Kommen dann noch der Dispo und andere Verbindlichkeiten hinzu, die Sie nicht mehr begleichen können, gerät Ihre Finanzlage ordentlich ins Wanken.

Um den Einsturz der Finanzen zu verhindern, müssen Sie aktiv werden. Ein Plan muss her, wie Sie aus der Schulden­spirale wieder rauskommen. Eine Schuldner­beratung hilft Ihnen, den für Sie richtigen Weg zu finden.

Im Mittel­punkt steht dabei im Falle des eingegangenen PfÜBs zunächst ein möglicher Pfändungs­schutz. Im Fall der Kontopfändung kann dies etwa durch Beantragung eines Pfändungsschutzkontos erreicht werden.

Auch Verhandlungen mit den Gläubigern können sinnvoll sein, um eine außergerichtliche Einigung zu erzielen, die Ihren Möglichkeiten der Zahlung gerecht wird. Hierbei hilft eine Schuldnerberatung. Dabei können in manchen Fällen bestehende Pfändungen ruhend gestellt werden.