Schuldenfrei nach 3 Jahren ohne Insolvenz | AdvoNeo Ratgeber


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    AdvoNeo Ratgeber » Rechtsprechung » Schuldenfrei nach 3 Jahren – warum ohne Insolvenz?





    18. Dezember 2020

    Schuldenfrei nach 3 Jahren – warum ohne Insolvenz?

    Kontoauszug mit Sollsaldo

    Am 17.12.2020 trat rückwirkend zum 01.10.2020 das Gesetz zur weiteren Verkürzung des Restschuldbefreiungsverfahrens in Kraft. Viele Schuldner erhoffen sich durch die generelle Verkürzung von 6 auf 3 Jahre einen schnelleren Neustart für Ihre Finanzen. Warum es sich in vielen Fällen trotzdem lohnt das Ziel "schuldenfrei ohne Insolvenz" zu verfolgen, erklären wir in diesem Beitrag.

    Nach 3 Jahren schuldenfrei durch außergerichtlichen Vergleich

    Auch durch den außergerichtlichen Vergleich haben Sie die Möglichkeit, nach 3 Jahren schuldenfrei zu werden. Das Ziel dabei ist es immer eine Rückzahlungsvereinbarung mit festen monatlichen Raten mit Ihren Gläubigern zu treffen, durch die Sie nur noch einen Teil Ihrer ursprünglichen Schuldsumme zurückzahlen müssen. Da sowohl die Summe, als auch die Raten und der Zeitraum der Abzahlung zuvor mit Ihnen vereinbart werden, müssen Sie sich, anders als bei der Insolvenz, keine Sorgen darüber machen, ob Sie von der Restschuld befreit werden.

    Tartanbahn mit Nummern eins bis drei

    Durch einen außergerichtlichen Vergleich kann ein gescheitertes Rest­schuld­befreiungs­verfahren verhindert werden und nach Abzahlung der vereinbarten Raten sind Sie am Ende schuldenfrei.

    Dass ein Insolvenzverfahren vermieden wird, bedeutet auch, dass Ihre finanzielle Situation nicht öffentlich wird und Sie nicht durch einen Insolvenzverwalter (früher "Treuhänder") überwacht werden. Sie sparen die Gerichtskosten und werden von der Wohl­verhaltens­periode und den damit einher­gehenden Pflichten, wie zum Beispiel die Abtretung der Hälfte einer Erbschaft, befreit.

    Während des gesamten Entschuldungs­prozesses behalten Sie Ihre finanzielle Freiheit und können selbst entscheiden, wie sie zusätzliche Einnahmen einsetzen wollen. Bei einem Insolvenzverfahren würden alle Einnahmen über dem unpfändbaren Teil Ihres Einkommens (s. aktuelle Pfändungsfreigrenze) grundsätzlich immer an Ihre Gläubiger verteilt werden.

    Was bedeutet ein Insolvenzverfahren für Sie?

    • Veröffentlichung der Eröffnung Ihres Insolvenzverfahrens im Internet
    • Ihr Arbeitgeber wird in der Regel vom Insolvenzverwalter über Ihr laufendes Verfahren informiert
    • Komplette Offenlegung der Vermögensverhältnisse
    • Abgabe des pfändbaren Teils Ihres Einkommens an den
      Insolvenzverwalter
    • Abgabe von 50% einer Erbschaft
    • Garantierter negativer Schufa-Eintrag
    • ...

        Mehr dazu unter Privatinsolvenz

    Was sind die Vorteile des außergerichtlichen Vergleichs?

    • Diskretes Verfahren ohne Veröffentlichung im Internet
    • Ihr Arbeitgeber muss nicht von der Beauftragung der AdvoNeo Schuldnerberatung erfahren
    • Keine Überwachung durch den Insolvenzverwalter
    • Neben den vereinbarten monatlichen Raten freie Verfügung über Ihr Geld
    • Keine weiteren Zinsen oder Gebühren nach erfolgter Einigung mit Ihren Gläubigern
    • In der Regel deutliche Reduzierung Ihrer Schuldsumme
    • ...

        Mehr dazu unter Außergerichtlicher Vergleich

    Aus diesen Gründen empfehlen wir weiterhin, dass Ihr Interesse als Schuldner darin liegen sollte, einen außergerichtlichen Vergleich zu erzielen. Eine professionelle Schuldnerberatung wie AdvoNeo übernimmt dabei den Kontakt und die Verhandlungen mit Ihren Gläubigern für Sie und kann durch langjährige Erfahrung meistens eine Reduzierung Ihrer Schuldsumme erwirken.

    Über können Sie eine Anfrage für ein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch bei AdvoNeo stellen, in dem wir mit Ihnen zusammen Ihre Möglichkeiten zu einem außergerichtlichen Vergleich und dem Ziel "schuldenfrei nach 3 Jahren" besprechen.


    Änderungen im Insolvenzrecht

    Richterhammer Gesetz Bücher

    Nach der sehr eindeutigen Verfehlung des ursprünglichen Ziels der Insolvenz­rechts­reform 2014, wurde am 06. Juni 2019 eine neue EU-Richtlinie verabschiedet, nach der das Restschuld­befreiungs­verfahren für überschuldete Unternehmer und Verbraucher generell von 6 Jahren auf 3 Jahre verkürzt sollte. Diese Richtlinie musste nach spätestens 3 Jahren in nationales Recht, also auch in Deutschland, umgesetzt werden.

    Dass die Umsetzung nun bereits am 17.12.2020 erfolge, hat den Grund, dass vor allem diejenigen Schuldnerinnen und Schuldnern bei einem wirtschaftlichen Neuanfang unterstützt werden sollen, die durch die COVID-19-Pandemie in die Insolvenz geraten sind.

    Weitere Informationen zum Thema finden Sie in unserem Beitrag Privatinsolvenz: Restschuldbefreiung nach 3 Jahren?



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