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AdvoNeo Ratgeber » Studien & Überschuldung » Jeder kann Schulden haben, ist doch mittlerweile ganz normal





Jeder kann Schulden haben, ist doch mittlerweile ganz normal

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Die Einstellung der Deutschen zum Thema Schulden hat sich verändert. War es früher ein Tabu und sogar eine Schande, Schulden zu haben, empfinden viele Deutsche dies mittlerweile anders. Durch immer mehr Ratenzahlungen oder Finanzierungs­angebote ist es zunehmend normal geworden, Schulden zu haben. Das ist geradezu der Normalzustand. Denn nicht nur große Anschaffungen wie ein eigenes Haus oder ein Auto werden über Kredite finanziert. Auch Waschmaschine, Kühl­schrank, Fernseher oder die neue Möbelgarnitur werden einfach in Raten abgezahlt. Und da alle Forderungen, die jemand (z.B. ein Unternehmen) gegen einen selbst hat Schulden sind, hat nahezu jeder in seinem Leben Schulden.

Schulden haben erweckt trotzdem negative Gefühle

Trotz der Einstellung, dass Verschuldung zum Leben dazugehört, erweckt der Zustand, jemandem etwas zu schulden, laut einem Artikel in der Welt negative Gefühle bei den meisten Deutschen. Die am meisten genannten negativen Gefühle waren Anspannung und Stress, Verunsicherung, Angst, Ruhelosigkeit und Frustration. Weniger als die Hälfe der Befragten (nur 43 %) verbinden mit Schulden haben das Gefühl der Scham.

Heißt das nun, dass die sonst als sparsam und bedacht geltenden Deutschen sich einer Einstellung, einfach alles über Kredite zu zahlen wie es in Amerika oft der Fall ist, annähern? Dadurch entsteht die Gefahr: Jeder kann schulden haben, gefährlich ist die Situation der Überschuldung. Diese tritt dann ein, wenn die Einnahmen die laufenden Kosten nicht mehr decken und regelmäßig mehr Geld ausgegeben wird, als man zur Verfügung hat.

Jeder kann Schulden haben - oder hat das etwas mit dem Charakter zu tun?

Laut der im oben erwähnten Artikel durchgeführten Studie glauben 15% der Befragten, dass diejenigen, die Schulden haben, einen schwachen Charakter haben oder nicht fähig sind, auf etwas zu verzichten. Dies ist jedoch im Vergleich mit den 44%, die glauben, Überschuldung könne jeden treffen und werde durch äußere Umstände wie Krankheit oder Arbeitslosigkeit ausgelöst, die schwächer vertrene Aussage.

Dies spiegelt jedoch lediglich Meinungen wider. In der Praxis sind es viele unterschiedliche Fälle, bei denen sich nicht pauschal sagen lässt, welcher vermeintliche Grund dazu geführt hat, dass Mandanten zu viele Schulden haben.

Wird die Überschuldung weiter zunehmen?

Dadurch, dass Scham und Erniedrigung bei Verschuldung sinken, steigt das Risiko der Überschuldung. Jedoch trauen sich dadurch auch mehr überschuldete Deutsche, den entscheidenden Schritt zu machen und sich professionelle Hilfe zu holen. Jeder fünfte Deutsche hat schon einmal eine Erfahrung mit Überschuldung gemacht. Wahrscheinlich wird diese Zahl noch weiter ansteigen. Wenn schon nicht die Menge der überschuldeten Personen verringert werden kann, ist es umso wichtiger, dass die Zahl derjenigen ansteigt, die sich aus der Schuldenspirale mit der Unterstützung von außerhalb befreien konnten.



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KATEGORIE    

Studien, Überschuldung

AKTUALISIERT

4. April 2017