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AdvoNeo Ratgeber » Pfändung & Rechtsprechung » Neue Pfändungsfreigrenze 2017





Neue Pfändungsfreigrenze 2017

Kalender Termin Datum markiert

Zwei Jahre sind rum und nun ist es wieder soweit: In genau einem Monat wird zum 01.07.2017 die Pfändungs­freigrenze auf 1.133,80 € erhöht. Die meisten Banken und Unternehmen stellen automatisch um, trotzdem sollten Sie im Juli besonders aufpassen, dass die Erhöhung auch bei Ihnen berück­sichtigt wurde. Sonst bekommen Sie womöglich noch weniger Geld, als Ihnen zusteht.

Der Pfändungs­frei­betrag ist der Betrag, der unpfändbar ist und Ihnen als Schuldner monatlich zur Verfügung steht. Er ist vollständig vor dem Zugriff der Gläubiger geschützt und steht zu Ihrer freien Verfügung. Der Gedanke dahinter ist, dass trotz Überschuldung und Pfändung eine Existenz­grundlage gesichert sein muss. In der Folge haben durch die Erhöhung der Pfändungs­frei­grenze 2017 viele Schuldner etwas mehr Geld im Monat zur Verfügung.

Erhöhung Pfändungsfreigrenze 2017 nach steuerlichem Grundfreibetrag

Der Wert der Erhöhung der Pfändungs­frei­grenze 2017 richtet sich dem steuerlichen Grund­frei­betrag. Dieser ist gestiegen. Das bedeutet, dass die vormals 1.073,88 € ab 01. Juli auf 1.133,80 € angehoben werden. Auch der Betrag, um den zum Beispiel bei Unterhalts­pflicht der Pfändungs­frei­betrag auf Antrag erhöht werden kann, wird angehoben werden. Waren es bisher 404,16 € die für die erste Person jeden Monat dazu kamen, sind es nun 426,71 €. Und jede weitere Person kann ab Juli die Pfändungs­freigrenze monatlich um jeweils weitere 237,73 € anheben (seit 2015 waren es 225,17 €). Dies kann alle Schuldner freuen, die sich mit einer Pfändung ausein­ander­setzen müssen.

Neue Pfändungstabelle 2017

Im Anhang der gesetzlichen Bekannt­machung zur Erhöhung der Pfändungsfreigrenze ist eine sehr detaillierte Pfändungs­tabelle (für Auszwahlung sowohl nach Monaten aös auch nach Wochen und nach Tagen) abgebildet. Wir haben die monatliche Pfändungstabelle zusammengefasst, um Ihnen einen Überblick über die Änderungen der Höhe der Beträge der Pfändungsfreigrenze 2017 zu geben. Hier gehts zur vollständigen Pfändungstabelle.

Pfändungstabelle 2017

Diese angepassten Beträge gelten nun wieder zwei Jahren - also bis zum 30.06.2019.

Neue Pfändungsfreigrenze auch für P-Konto

Die Erhöhung der Pfändungsfreigrenze 2017 hat nicht nur Auswirkungen auf das Arbeits­einkommen. Auch für Menschen mit einer Kontopfändung und einem Pfändungsschutzkonto gilt die Anhebung. Das bedeutet, dass sich der Sockel­betrag auf die oben genannte Summe erhöht. Die Banken dürfen demnach ab Juli erst ab 1.133,80 € den darüber liegenden Betrag an die Gläubiger überweisen.

Rechtsgrundlage Pfändungsfreigrenze 2017

Die Regelungen zum Pfändungs­frei­betrag finden sich in § 850c Pfändungs­grenzen für Arbeits­einkommen und § 850f Änderung des unpfändbaren Betrages der Zivil­prozess­ordnung (ZPO).

Der Abschnitt, in dem diese Regelungen festge­halten sind, gliedert sich wie folgt in der ZPO:

Buch 8 - Zwangsvollstreckung (§§ 704 - 945b)
  Abschnitt 2 - Zwangsvollstreckung wegen Geldforderungen (§§ 802a - 882h)
     Titel 2 - Zwangsvollstreckung in das bewegliche Vermögen (§§ 803 - 863)
        Untertitel 3 - Zwangsvollstreckung in Forderungen und andere Vermögensrechte (§§ 828 - 863)



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KATEGORIE    

Pfändung, Rechtsprechung

AKTUALISIERT

1. Juni 2017