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AdvoNeo Ratgeber » Pfändung & Tipps » Was ist ein P-Konto (Pfändungsschutzkonto)?





Was ist ein P-Konto (Pfändungsschutzkonto)?

Viele Verbraucher sind sehr verunsichert, wenn erste Pfändungen von Gläubigern auf ihrem Girokonto eingehen. Im ungünstigsten Fall wird das komplette Konto blockiert, geleert und es steht für den existenziellen Lebensbedarf kein Geld mehr zur Verfügung.

Um diese Situation zu verhindern, wurden bereits zum 01.07.2010 Regelungen zum Konto­pfändungs­schutz in Kraft gesetzt. Betroffene Bürgerinnnen und Bürger können sich danach bei einer Bank ihrer Wahl ein sogenanntes P-Konto als Girokonto einrichten, dass dann nur noch bis zum individuell gültigen Pfändungsschutz­betrag gepfändet werden darf. So ist das Existenz­minimum gesichert. Dieser Betrag wird alle zwei Jahre angepasst und beträgt seit dem 01.07.2015 mindestens 1.079,99 €. Bei existie­renden Unterhalts­ver­pflichtungen ent­sprechend mehr.

Hier finden Sie detaillierte Infor­mationen zur Frage: Was ist ein P-Konto? Pfändungs­schutz­konto   .

Was ist ein P-Konto? Security fürs Konto bei Pfändung

Was ist ein p-konto security bei pfändung

Grundsätzlich hat jeder Konto­inhaber einen Anspruch darauf, dass sein be­stehendes Girokonto in ein P-Konto umge­wandelt wird. Alternativ kann auch bei einem anderen Geld­institut ein Konto als (Guthaben)-Girokonto eröffnet werden, welches dann als P-Konto geführt wird. In Deutschland gibt es seit 1995 das sogenannte "Konto für jedermann". Diese Jedermann-Konten werden aufgrund einer EU-Richtlinie sogar nun rechtlich festgehalten und gelten dann auch EU-weit (mehr hierzu im Artikel der Bundes­regierung).

Wichtig zu wissen ist, dass jede einzelne Person nur ein einziges P-Konto einrichten darf, weshalb der SCHUFA auch entsprechende P-Konto-Anträge gemeldet werden.

Mit der Ein­richtung eines P-Kontos erhält der Konto­inhaber dann auto­matischen monat­lichen Pfändungsschutz in Höhe des Grund­frei­betrages über den er, auch bei Pfändungen, verfügen kann. Dieser Frei­betrag setzt natürlich ein ent­sprechendes Guthaben voraus, weshalb auf dem P-Konto auch Lohn-, Gehalts bzw. Lohn­ersatz­leistungen und sonstige Einkünfte eingehen sollten.

Mit weiteren Be­scheinigungen, die auch von anwaltlichen Schuldner­beratungen ausgestellt werden können, kann dieser Frei­betrag erhöht werden, vor allem, wenn der Konto­inhaber gesetzlich unterhalts­pflichtig ist oder für Dritte Sozial­leistungen entgegen­nimmt. Erfahrungs­gemäß gibt es hier bei der praktischen Umsetzung für die Schuldner immer wieder Probleme.

Übrigens: sollte der Konto­inhaber in einem Monat nicht sein komplettes pfändungs­ge­schütztes Guthaben auf­brauchen müssen, so wird ihm die ver­bleibene Summe zusätzlich auf den Folge­monat übertragen.

Informationen zu und Hilfe bei Pfändung

Das Thema Pfändung ist für viele nicht so leicht zu durch­leuchten. Wir haben weitere verständlich ver­fasste Infor­mationen für Sie im Ratgeber unter Pfändung bereit­gestellt.

Pfändungen schränken die finan­ziellen Mittel des Schuldners je nach Höhe der Einnahmen stark ein. Deswegen ist es in vielen Fällen sinnvoll, gegen die Ursache der Pfändung vorzu­gehen und die Schulden abzu­bauen. Wie man das an­gehen kann, erfahren Sie unter Entschuldung.



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KATEGORIE    

Pfändung, Tipps

AKTUALISIERT

4. April 2017